Erstellung von Jahresabschlüssen für Einzelunternehmen und
Gesellschaften jeder Rechtsform   

Die Verpflichtung zu Erstellung von handelsrechtlichen Jahresabschlüssen (Handelsbilanzen) ergibt sich aus den §§ 242 ff HGB. Folglich sind alle Kaufleute im Sinne des §§ 1 und 2 HGB verpflichtet, handelsrechtliche Jahresabschlüsse aufzustellen. 

Für das Besteuerungsverfahren ist das Jahresergebnis des handelsrechtlichen Jahresabschlusses durch eine Überleitungsrechnung nach § 60 EStDV unter Berücksichtigung der umgekehrte Maßgeblichkeit an die steuerlichen Vorschriften anzupassen, oder es ist eine eigenständige Steuerbilanz nach den steuerlichen Ansatz- und Bewertungsvorschriften aufzustellen.  

Für die steuerlichen Zwecke kann es bei Personengesellschaften darüber hinaus erforderlich sein für einzelne oder alle Gesellschafter sogenannte Ergänzungsbilanzen oder Sonderbilanzen zu erstellen.  

Neben dem Jahresabschluss nach dem deutschen HGB erstellen wir für international ausgerichtete Unternehmen auf Wunsch zusätzlich auch einen Jahresabschluss nach IAS/IFRS.   

Kapitalgesellschaften und Personengesellschaften, die keine natürliche Person als vollhaftenden Gesellschafter (z. B. GmbH & Co. KG) haben, haben ihren Jahresabschluss offen zu legen. Der Umfang und die Art des offen zu legenden Jahresabschlusses kann je nach Größe und Art der Gesellschaft gewissen Erleichterungen unterliegen. Wir erstellen daher auf Wunsch gleichfalls ein Exemplar des Jahresabschlusses der abweichend vom aufgestellten Jahresabschluss alle notwendigen - und nur diese - Angaben zur Veröffentlichung enthält.  

Die Erstellung wird in der Regel ergänzt durch einen Erläuterungsbericht, der die wesentlichen Inhalte des Jahresabschlusses wiedergibt. Für den Geschäftsinhaber oder Geschäftsführer dokumentiert er wesentliche Einzelheiten des Jahresabschlusses und besonderer rechtlicher oder wirtschaftlicher Veränderungen des abgelaufenen Geschäftsjahres. Dem Finanzamt dient er für weitere Informationen. Kreditinstitute verwenden ihn im Rahmen der Offenlegung wirtschaftlicher Verhältnisse.  

Ist für Kreditinstitute eine Offenlegung der wirtschaftlichen Verhältnisse nach § 18 KWG erforderlich (derzeit bei Krediten über € 750.000), so ist zur Erfüllung des § 18 KWG eine Plausibilitätsbeurteilung des Jahresabschlusses mit einem entsprechenden Vermerk erforderlich.  

Ein Jahresabschluss ohne Prüfung und ohne Plausibilitätsbeurteilung ist nach § 18 KWG für Kreditinstitute keine ausreichende Unterlage für die Ausreichung von Darlehen an Gesellschaften. 

Die Erstellung wird daher auf Wunsch durch eine Plausibilitätsbeurteilung der Jahresabschlusswerte begleitet. Im Rahmen dieser Plausibilitätsbeurteilung haben wir im Rahmen einer eingeschränkten Prüfung für alle wesentlichen Posten Nachweise einzusehen. Diesen Jahresabschlüssen erteilen wir eine Bescheinigung, in der festgehalten wird, das "keine Punkte gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses sprechen."